Protokoll der Gemeindeversammlung vom 12.11.2019 um 19:00 Uhr im Kirchsaal der ev. Kirche in Dreis-Tiefenbach

 

Anwesende Presbyterium: Pfr. Weiß, Km Braach, Pr. Flick, Prn. Hebel, Pr. Schroer, Prn Stadler, Pr.
Stolz, Prn. Stücher

 

Protokoll: Km Braach

 

Der Einladung sind ca. 50 Gemeindeglieder gefolgt, darunter 4 aus Deuz.

Nach Begrüßung, Andacht und Gebet durch Pfr. Weiß, wählt die Versammlung einstimmig Pfr. Weiß zum Versammlungsleiter.

Pfr. Weiß stellt zunächst fest, dass zu der Gemeindeversammlung fristgemäß durch 4maliges Abkündigen und durch Aushang eingeladen wurde.

 

TOP 1 Kirchenwahl 2020 mit dem Motto „Gemeinde bewegen“

Pfr. Weiß informiert über die Presbyteriumswahl 2020, in der für 4 Jahre das gesamte Presbyterium neu gewählt wird.
Darüber hinaus informiert er ausführlich anhand eines Info-Blattes der EKvW über die Aufgaben eines Presbyters und des Presbyteriums.
In diesem Zusammenhang gibt Pfr. Weiß bekannt, dass eine Reduzierung der regulären Presbyterstellen auf 6 vom KSV genehmigt wurde.

Von einigen Teilnehmern der Gemeindeversammlung wird kritisiert, dass das Ausscheiden von Prn. Richstein nicht genug bekannt gemacht wurde. Pfr. Weiß begründet die fehlenden Informationen mit dem ausdrücklichen Wunsch von Frau Richstein ihr Ausscheiden nicht publik zu machen.

TOP 2 Kooperation zwischen den Kirchengemeinden Netphen, Deuz und Dreis-Tiefenbach und weitere Ausgestaltung

Pr. Stolz stellt zunächst den Gemeindeverband sowie die einzelnen Kirchengemeinden der Region mit den dazugehörenden Ortschaften vor.
Anschließend erklärt er anhand einer Grafik (Quelle: AG Verwaltung der drei Kirchengemeinden) wie der Aufbau bzw. die Organisation einer zukünftigen, neuen Gemeinde aussehen könnte/wird.
An dieser Stelle weist Gerlinde Schäfer mit Nachdruck darauf hin, dass die Frauenhilfe ein ganz erheblicher Teil der Gemeindearbeit ist, und kritisiert deren Fehlen in der Aufstellung der zukünftigen Gremien und Ausschüsse.

Im Anschluss werden Gründe für eine mögliche Fusion dargestellt:

- Pastorale Zusammenarbeit – die existiert allerdings schon
100 %ig, von der gibt es auch kein Zurück mehr wegen notwendiger Urlaubs- und Krankheitsvertretung.

- Gemeinsame Konfi-Arbeit – die existiert allerdings auch schon
  (1. Jahr in Gemeinde, 2. Jahr in überörtlichen Workshops).

- Funktionsstellen (z.B. Referent für Seniorenarbeit, Jugendarbeit, oder Aufteilung der Pfarrer nach Funktionen mit unterschiedlichen Zuständigkeiten für Beerdigungen, Konfirmandenunterricht, Kindertageseinrichtungen etc.) sind nur bei Fusion sinnvoll, weil es dann nur ein Presbyterium gibt, die Aufgaben schwerpunktmäßig verteilt werden können und  Stellen  von einer "Großgemeinde" eher finanziert werden können.
Z.B. ein Seniorenreferent (s.o.) für alle drei Gemeinden bzw. für die "Großgemeinde" wäre evtl. möglich, ebenso ein hauptamtl. Verwaltungs-leiter (Rendant).  

- Die Gemeindebüros sollen weiter vernetzt werden, ebenso die Archive.

- Die Finanzmittel der einzelnen Gemeinden werden knapper, u.a. durch sinkende Gemeindegliederzahlen und weniger Kirchensteuer-
einnahmen.

- Wenn Pfr. Weiß in den Ruhestand geht, stellt sich die Frage nach einer Nachbesetzung, da dann sicherlich keine ganze Pfarrstelle für Dreis-Tiefenbach mehr zur Verfügung steht.

Bei der anschließenden sehr regen Diskussion wird zunächst die, entgegen gemachter Zusagen (Gemeindeversammlung im Frühjahr/Sommer 2019), fehlende Informationspolitik seitens des
Presbyteriums stark kritisiert.
Ebenso wird stark kritisiert, dass der Beschluss vom Januar, dass nämlich eine Fusion noch nicht erstrebenswert ist, sondern eine pfarramtliche Zusammenarbeit, anscheinend überhaupt nicht
weiterverfolgt wird.
Es wird festgehalten, dass sich das Meinungsbild der Gemeinde vom Januar nicht verändert hat.

Die Stellen des hauptamtlichen Verwaltungsleiters und des
Seniorenreferenten werden aufgrund der oben angeführten schlechteren Finanzlage als eher unwahrscheinlich und wider-
sprüchlich in Frage gestellt.

Gerlinde Schäfer weist auf die Wichtigkeit des Kindergartenausschusses hin, und zwar auch EKiKS-Kitas, und nicht wie dargestellt nur „eigene“ Kitas. Pfr. Weiß unterstützt diese Meinung.

Armin Loth fragt nach der Meinung des Presbyteriums bzgl. einer Fusion. Pr. Flick antwortet, dass das Presbyterium nicht einer Meinung in dieser Angelegenheit ist.

Die weitere/bessere Vernetzung und Zusammenarbeit der Gemeindebüros sind nicht von einer Fusion abhängig.

Nach dem Aufzählen der Gründe für eine Fusion stellt Armin Loth fest, dass diese Veränderungen nicht für eine Fusion sprechen, da sie ja größtenteils schon existieren bzw. auch ohne umgesetzt werden können.

Auf die Frage, ob Gemeinden durch Fusionen gewachsen sind, antwortet Pfr. Weiß, dass Fusionen stattfinden, damit sich Situationen verbessern und eine Absicherung erfolgt, nicht um Wachstum zu bewirken.

In Deuz ist nach Auskunft der anwesenden Presbyter die Zustimmung im Presbyterium einstimmig.
Ein Meinungsbild der Gemeinde ist nicht vorhanden. Eine Information der Gemeinde hat im Rahmen der im Gemeindeboten veröffentlichten Texte stattgefunden, die im übrigen auch in den Gemeindebriefen von Netphen und Dreis-Tiefenbach abgedruckt wurden.  

Auf die Frage an Armin Loth, was für eine Meinung beim CVJM Vorstand besteht, antwortet dieser das bisher keine Beteiligung des Vorstandes am Prozess stattgefunden hat. Die Zusammenarbeit zwischen Kirchen-gemeinde und CVJM ist gut. Die Zusammenarbeit der CVJM´s Deuz und Dreis-Tiefenbach ist ebenfalls gut und eine Vernetzung existiert hier.

FAZIT:

Der Weg der Zukunft, jedoch wahrscheinlich nicht der nahen, könnte durchaus eine Fusion sein - Aber:

- Vor einer Fusion möchte man unbedingt die anderen Gemeinden und deren Gremien besser kennenlernen.


- Die Ausschüsse, wie in dem Schaubild dargestellt, sollten besser besetzt werden, d.h. von weiteren fachkundigen Gemeinde-
gliedern.


- Die Gründe für einen solchen schwerwiegenden und folgenreichen Entschluss, müssen schon stichhaltig und belegbar sein (Burkhard Braach).


- Fraglich ist, ob eine konkrete Ausgestaltung der einzelnen Themen und Bereiche nicht bereits vor einer Fusion stattfinden müsste, oder ob alles erst nachher zu regeln ist.


- Bis Ende Januar 2020 soll ein weiterer Prozess der Ausgestaltung mit Beteiligungsmöglichkeiten von Interessierten Gemeinde-gliedern stattfinden, an dessen Ende belegbare Gründe stehen, die für oder gegen eine Fusion sprechen.


- Diese Ergebnisse werden auf einer Gemeindeversammlung am 28.01.2020 vorgestellt und beraten.

 

Die vorgestellten Folien und das Protokoll sollen auf der Homepage der Kirchengemeinde, nach der GV in Deuz (22.11.2019), veröffentlicht werden, um eine gewisse Transparenz sicherzustellen.
Außerdem sollen Mitarbeitende und Entscheidungsträger in der Gemeinde darüber informiert werden.

TOP 3 Verschiedenes

3.1. Der Konfirmationsgottesdienst kann nicht um 10:00 Uhr stattfinden, da man sich an die für alle drei Kirchengemeinden verbindlich festgelegten Gottesdienstzeiten 09:30 Uhr und  
11:00 Uhr halten muss. Alle drei Gemeinden haben die Konfirmationen Sonntags auf 11.00 Uhr festgelegt. (In Deuz findet neben den Konfirmationen in Deuz und Rudersdorf an Sonntagen um 11.00 Uhr eine Konfirmation aufgrund großer Konfirmanden-
zahlen an einem Samstagabend statt.)
 
3.2 Die regionalen Jugendgottesdienste sollten besser bekannt gemacht werden.

 

Pfr. Weiß beendet die Gemeindeversammlung um 21:30 Uhr mit der Bitte um Gottes Segen

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   





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