W I R   I N F O R M I E R E N

Die Zukunft der Kirchengemeinde Dreis-Tiefenbach

Zu diesem Thema fand am 21. Januar eine Gemeindeversammlung statt, zu der das Presbyterium eingeladen hatte. Die Sache ist wirklich brisant.
Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass auf die Ev. Kirche von Westfalen ein massiver Pfarrermangel zukommt. Da kein großer Nachwuchs in Sicht ist, wird die Zahl der Pfarrerinnen und Pfarrer bis zum Jahr 2030 von jetzt rund 1950 Personen um mehr als 56% auf 850 zurückgehen. Um eine möglichst flächendeckende Grundversorgung einigermaßen sicherzustellen, müssen 3000 Gemeindeglieder pro Pfarrstelle anvisiert werden.
Im Ev. Kirchenkreis Siegen wurden Regionen gebildet, wobei die Kirchengemeinde Dreis-Tiefenbach gemeinsam mit den Gemeinden Netphen, Deuz und Rödgen-Wilnsdorf zur Region 1 gehört. Im Hinblick auf die Gesamtentwicklung muss es nun darum gehen, die Arbeit der einzelnen Gemeinden in der Region stärker zu vernetzen, wobei sehr deutlich wurde, dass für die Kirchen-
gemeinden Netphen, Deuz und Dreis-Tiefenbach eine weitere, intensivierte Zusammenarbeit unabdingbar und anzustreben ist. Auf der Gemeindeversammlung im gut gefüllten Kirchsaal wurden dabei verschiedene Möglichkeiten in konstruktiver Atmosphäre diskutiert und gemeinsam beraten. Unter anderem wurde über die Möglichkeiten von »Pfarramtlicher Verbindung« und »Fusion« der drei Kirchengemeinden nachgedacht.

Pfarramtliche Verbindung bezeichnet eine Sonderform der pastoralen Versorgung, bei der ein Pfarrer bzw. eine Pfarrerin für mehrere Kirchengemeinden zuständig ist.

Fusion bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die drei Kirchengemeinden sich zu einer zusammenschließen.

Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Lösungen wurden angedacht, wobei darauf hingewiesen wurde, dass eine Arbeitsgruppe derzeit mit Hilfe von Moderatoren daran arbeitet, Lösungsmöglichkeiten ausführlich zu bedenken und heraus-zuarbeiten, was diese konkret bedeuten. Denn bevor eine Fusion beschlossen wird, muss ganz klar sein, was diese im Einzelnen für die Gemeinden mit sich bringt.
Die Stimmung im Blick auf eine intensivierte Zusammenarbeit war durchweg positiv.

Und so war auch das Votum, das die Gemeindeversammlung am Ende der Gemeindeversammlung dem Presbyterium mitgab, eindeutig:

Die Zusammenarbeit soll weiter vorangetrieben und ausgebaut werden. Eine Fusion allerdings wird derzeit nicht als erstrebenswert angesehen. »Wir wollen erst noch mehr zusammenwachsen«, und dafür soll noch viel getan und verschiedene Maßnahmen ergriffen werden.
Das Votum erfolgte einstimmig ohne Gegenstimme und Enthaltung zu 100%.
Um die Entwicklung weiter zu besprechen und transparent in die Gemeinde hinein zu kommunizieren, sollen dieser Gemeindeversammlung weitere folgen.


Das Presbyterium